Besprechungen über Besprechungen

Die gestrige Sitzung war geprägt von Besprechungen und Organisation.

So berichtete Maria, dass Sie beim Augsburger Ideenhaus Interesse für eine Kooperation wecken konnte. Im Gegenzug zur Platzierung des Firmenlogos im Abspann und auf Plakaten würden wir Material erhalten, dass wir für den Bau des Settings und der Figuren benötigen. Auch die Beleuchtung dürfte nun gesichert sein aufgrund der Scheinwerfer, die Marco in seinem Keller wieder gefunden hat.

Nachdem das geklärt war, begutachteten wir Max’ erste Versuche für das Storyboard. Max hatte dabei ausgezeichnete Ideen: der Kojote soll zum Beispiel von einem Gebüsch auf einer Klippe aus die schlafenden Hunde beobachten und seine Ziele ausmachen, bevor er hinabklettert und sich anschleicht. Dass der Berg dabei nach oben hin immer steiler wird, soll im Verlauf der Story noch entscheidend sein…

Bei der Besprechung kamen noch mehrere Fragen auf, die teils gleich geklärt wurden (z. B. ob der Hundeboss in einer Hundhütte schlafen soll), teils noch einiger Überlegung bedürfen (z. B. welcher Hunderasse der Boss angehören soll und ob er eher majestätisch oder eher lachhaft aussehen soll). Zudem stellte Marco fest, dass wir mehr Hindernisse in der Story brauchen, damit der Zuschauer sich in den Hauptcharakter hinein versetzen kann.

Als wir uns unterhielten, wie die Schlucht, in der sich die Hunde aufhalten sollen, aussehen soll und wie groß sie sein soll, kamen wir auf einen altes Problem zurück: der Drehort. Immer noch strotzen wir vor Ideen, haben aber - nicht einmal in der Uni - keinen Raum zur Verfügung, wo wir diese umsetzen können! So müssen wir immer noch bei einem möglichen Drehort auf eine Antwort warten; der Idee, einmal in der ehemaligen Reese-Kaserne nachzufragen, wird Maria nachgehen.

Nun galt es noch weitere Fragen zu klären:
Da wir wohl keine Möglichkeit haben werden, wie bei Hennen Rennen ein großes Set zu bauen, bei dem man von einem Gerüst aus die Figuren bewegt, müssen wir wohl zu technischen Tricks wie der “Forced Perspective” greifen, wie es Aardman bei Wallace and Gromit schon mehrmals getan hat.

Auch kam zur Sprache, ob unsere Figuren und das Set eher stilisiert oder realistisch werden soll. Wir kamen zu dem Schluss, dass die Figuren so stilisiert sein sollten wie bei den Warner-Bros-Cartoons - nur natürlich in 3D. Als Anschauungsbeispiel zeigte uns Marco ein Dromedar, das er einmal erstellt hat.

Um die Figuren stilistisch einheitlich zu entwickeln bzw. zuerst einmal eine Einführung in das Modellieren zu bekommen, vereinbarten wir eine zusätzliche Sitzung am Sonntag bei Janine.

Zum Ende der Sitzung gingen wir noch gemeinsam die Materialliste durch, die eventuellen Sponsoren vorgelegt werden soll als Richtlinie, was alles für den Film benötigt wird. Dabei erklärte uns Marco, wofür wir die einzelnen Materialien brauchen werden und wie wir sie verarbeiten werden. Beispielsweise werden wir glänzende weiße Perlen von einem in einen Bohrer eingespannten Zahnstocher drehen lassen, um mit einem schwarzen Pinsel/Stift kreisrunde Pupillen zu erhalten.

Geschrieben am Wednesday, dem 29. November 2006 um 19:32 Uhr; abgelegt in Storyboard, Pre-Produktion. Kommentare können per RSS 2.0 Feed verfolgt werden. Trackback-URL.

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