Sep 04 2007

Coyote’s got a brand new bag!

Daniel | Pre-Produktion | 3 Kommentare

Es ist braun, rund, und in der Regel ist man nur am Inhalt interessiert. Was ist es?
Ein Sack natürlich. Ein Sack der Marke “Weihnachtsmann”, um genau zu sein. Denn wie der Mann mit dem rotem Mantel soll unser Kojote etwas mit sich herumschleppen, was andere gerne haben würden. Während der Rauschebartträger aber zu jedem x-beliebigen Jutesack greifen kann, standen wir vor dem gleichen Problem wie bei allen anderen Requisiten: unsere Figuren sind nur ca. 20 cm groß. Wir benötigen daher einen Miniatursack, der dann in der Großaufnahme aussieht wie ein großer.

Da wir nirgends einen solchen Sack mit passender Größe, Stoffstruktur und Festigkeit auftreiben konnten, musste einer gebastelt werden. Am Ende einer ausgiebigen Suche nach dem richtigen Stoff - besonders im gewaltigen Fundus meiner Großmutter - wählten wir eine simple Stofftasche, wie sie im Supermarkt an der Kasse zu bekommen ist. Die Struktur des Materials war ideal, nur die Farbe noch nicht. Wir mussten die Tasche also einfärben. Die Idee meiner Großmutter, dafür Kaffee (!) zu verwenden, war einfach nur genial: der Stoff bekam die richtige Farbe und sieht jetzt dank dieser Methode schön alt und benutzt aus!

Nun musste der Sack nur noch genäht werden. Da unsere Talente nun doch an anderen Stellen liegen *hüstel*, überließen wir diese Aufgabe meinem Großvater, der früher bei einem namhaften DEUTschen TaschenherstellER gearbeitet hat. Wie er eindrucksvoll beweisen konnte, hat er seit damals nichts verlernt…:

Im ersten Arbeitsschritt werden Grundfläche (Boden) und Mantel des zylindrischen Sacks auf den Stoff gezeichnet und ausgeschnitten.

Dann wird am oberen Rand des noch rechteckigen Mantels ein Saum genäht und die rechte und die linke Seite miteinander vernäht, um eine “Röhre” zu erhalten.

Um sicher zu gehen, dass Boden und “Röhre” beim Vernähen nicht zueinander verrutschen, greift mein Opa zu einem kleinen Trick: er faltet beide Teile jeweils zwei Mal bei der Hälfte und schneidet kleine Ecken in den Stoff, so dass jedes Viertel des Kreises markiert ist.

Mein Opa legt nun “Röhre” und Boden sorgfältig an den Markierungen aufeinander und näht sie zusammen.

Nun muss nur noch der Sack umgestülpt werden, so dass die Nähte nur noch von innen zu sehen sind. Fertig!

Ich bezweifle, dass wir das alleine jemals so gut hingekriegt hätten… Also, Oma und Opa, nochmals vielen Dank!

breaker

Aug 11 2007

Zu viel Licht

Sebastian | Set-Design » Produktion » Pre-Produktion | 2 Kommentare

Manchmal hat man es schon nicht leicht: „Mehr Licht „ verlangte Goethe auf seinem Sterbebett. Getreu dem Motto „der eine hat‘s der andere nicht“ haben wir in unserem Drehraum genau mit dem Gegenteil zu kämpfen.

Dank professionell geweißelter Wände reicht schon ein kleiner Scheinwerfer den Raum zum Strahlen zu bringen – was wir verständlicherweise nicht wollen. Die Lichtreflexionen der Wände und gerade auch der Decke erschweren die Ausleuchtung des Sets gewaltig.

Für kleine Räume ist es also wichtig, eine möglichst dunkle Wand- und Deckenfarbe zu wählen. Wer wie wir allerdings nur einen Raum gemietet hat, kann nicht einfach so anfangen zu streichen. Hier bleibt nur die Möglichkeit Wand und Decke abzuhängen. Dank unserem patentierten Scheinwerfergestell gestaltet sich das an unserem Set recht einfach.

An den Seiten und auf dem Gestell haben wir Stoffbahnen befestigt, die Lichtreflexionen verhindert. Dank dieser recht einfachen Methode können wir unser Set nun perfekt ausleuchten.

breaker

Jul 30 2007

Sei ein Hund! Aus Knetmasse!

maxx | Tests » Storyboard » Drehbuch » Pre-Produktion | 0 Kommentare

Beim Erstellen eines Animatics stellen sich für die beteiligten Akteure in der Regel zwei Fragen. Erstens: Funktioniert unser in vielen Monaten ausgetüfteltes Storyboard auch noch, wenn man es Szene für Szene mit echten Menschen nachstellt die genau jene Bewegungen ausführen sollen, welche später aufwändig animiert werden müssen? Zweitens: Wie verdammt noch mal soll man einen Koyoten oder Hund in einer Wüstennacht spielen, der zu allem Überfluss auch noch aus Knetmasse besteht?

Wir wollten die Antworten. Also quälten wir uns an einem Feiertag ins Videolabor der Uni, stellten Bürostühle als Felsen oder Kakteen vor eine blaue Wand und wurden zu einem Koyoten…

… und zu Hunden. Vor allem zu vielen Hunden.

Großen und kleinen, dicken und dünnen, stinkigen Kötern und It-Doggys, fies kläffenden Tölen und entspannten Muchachos. Wir drehten Prä-Ponanza, dilettierten den ganzen Tag vor der Kamera, schnitten unser Machwerk wenig später mit geliehenen Soundtrack-Schnippseln zusammen und wissen jetzt: Erstens: Das Storyboard funktioniert. Im Großen und Ganzen. Zweitens: Knetmasse-Figuren bekommen keinen Muskelkater. Wir schon.

Insgesamt war das Ergebnis unserer zweiten Animatic-Produktion ernüchternd und euphorisierend zugleich. Ernüchternd, weil wir einsehen mussten, dass unser fertig geschnittenes Filmchen eineinhalb Minuten über der von uns angepeilten Fünf-Minuten Marke lag, obwohl einige Szenen noch eingefügt werden müssen. Euphorisierend, weil viele Szenen schon in dieser abstrakten Form eine überaus humorige Wirkung entfalten und das dramaturgische Grundgerüst zu tragen scheint.

So stehen wir kurz vor Drehbeginn nach wie vor mit einigen dringend nötigen Arbeitsschritten der Pre-Production in der Kreide, müssen das Feintuning der Auflösung und des Storyboards mit Hilfe unseres Filmchens vornehmen und uns entscheiden, wo wir noch zusätzliche Einstellungen benötigen, und welche Szenen der vorauseilenden Schere zum Opfer fallen werden. Hier zeigt sich einer der generellen Unterschiede zur gewöhnlichen Film- oder Video-Produktion: Wir müssen den Film im Kopf fertig haben, bevor die Klappe zum ersten Trickfilm-Frame fällt. Schließlich haben wir nur eine begrenzte Zahl von Dehtagen zur Verfügung und können nicht ad hoc eine Szene auf Verdacht drehen, die wir dann später wieder rausschmeißen. Aber so ist er eben, der verformende Alltag des Stopmotion-Animators: Bevor man den Hund aus Knetmasse modelliert, muss man selbst zum Hund aus Knetmasse werden! Gott sei Dank haben wir schon bald den ersten Drehtag. Diese ganze verkopfte Vorproduktion knetet einem allmählich die Hirnwindungen weich…

breaker

Jul 04 2007

Baby Elephant Dog Walk

Marco | Tests » Pre-Produktion | 7 Kommentare

Jaja, die lieben Kleinen…
Das hier ist ein Lauftest mit der Rohversion eines unserer Hundewelpen. Ist er nicht niedlich, der Kleine? Dutzi dutzi duh!

Dummerweise sind seine Füßchen zu klein um sie beim Laufen am Set befestigen zu können. Deshalb muss er von hinten abgestützt werden. Leider hat das beim Test noch nicht optimal geklappt, denn die Figur läuft etwas schief und fiel beim animieren immer wieder um. :( Trotzdem ist die Animation für einen ersten Test ganz passabel geworden. Für die Final-Animation muss aber noch eine bessere Stütze her. Diese Stütze wird dann später am Computer Bild für Bild wegretuschiert.

breaker

May 23 2007

Die Technik hinter Ponanza - Teil 2

Marco | Tests » Post-Produktion | 3 Kommentare

Die Spezialeffekte

Für die Effekte in Ponanza verwenden wir sowohl Adobe After Effects als auch zwei weitere geniale Programme: Den Primatte Keyer und Particle Illusion.

Der Primatte Keyer ist ein Plug-In für After Effects zum Entfernen von Bluescreen aus Videos. Damit wird der blaue Hintergrund, vor dem wir filmen, entfernt und kann mit jedem beliebigen Bild oder Video ersetzt werden. So können wir uns beim Animieren ganz auf das “irdische” Geschehen in unserem Film konzentrieren und später einen Himmel in das Video einfügen. Um zu testen wie gut das Programm ist haben wir dieses Foto mit schwierigem, unscharfen Hintergrund verwendet:

Die Qualität des Primatte Keyers hat uns schier umgehauen. Die unscharfen Ränder machten dem Programm nichts aus. Mit nur wenigen Mausklicks erzielten wir dieses Ergebnis:

Particle Illusion dagegen ist ein Programm, das sogenannte “Partikel” generiert. Man kann damit realistische Effekte wie Feuer, Wasser, Rauch, Regen, Schnee, u.s.w. erzeugen. Dieses Programm ist zwar etwas komplizierter zu bedienen, bietet aber eine riesige Anzahl an vorgefertigten Effekten die sofort verwendet werden können.

breaker

May 06 2007

Wir sind wieder da!

Janine | Pre-Produktion » Ankündigung | 0 Kommentare

Nach exzessiv genossenen Semesterferien ist das Ponanza-Team wieder am Start! Wir sind motiviert und voller Vorfreude auf die nächsten Schritte unseres Filmprojekts. Um dieses Semester besser voranzukommen haben wir uns diesmal gleich zu Beginn einen organisatorischen Überblick über die erforderlichen Arbeiten und Aufgaben verschafft. Außerdem wurden die Aufgabenfelder klar im Team aufgeteilt, so dass wir nun jeweils Hauptverantwortliche und Ansprechpartner haben. Die wichtigsten Schritte für die nächste Zeit sind nun die regelmäßigen Treffen Donnerstag Nachmittags, einen Raum zu finden, Sponsoren anzuwerben, passende Musik aufzutreiben und eine Pressemappe zur Akquise von neuen Mithelfern und Sponsoren zu erstellen. Also fröhlich ans Werk!

breaker

Mar 04 2007

Übung macht den Meister

Daniel | Tests | 0 Kommentare

In den letzten Tagen war immer wieder Animationstraining angesagt. Denn was nützen uns die tollsten Figuren und Schauplätze, wenn die Bewegungen ruckelig sind? Keiner will so etwas sehen. Vor allem wir nicht.

Also nagelten wir ein einfaches Drahtmodell, das das “Opfer” unserer Animationsversuche werden sollte, an den Füßen auf eine Bodenplatte (keine Angst, es wurde nicht verletzt ;) ). Zudem warfen wir eine Webcam und unser Aufnahmeprogramm StopMotionPro an. Dann konnte es losgehen.

Wie unsere ersten Versuche aussahen, schaut ihr euch am besten selbst an:

Da vor allem unser Kojote ziemlich viel durch unseren Canyon schleichen wird, müssen auch Laufanimationen geübt werden.

Gelernt haben wir bei unseren ersten Animationen vor allem Folgendes:
Es ist mehr als ratsam, die Set-Elemente fest am Boden zu befestigen. Es kostet nämlich extrem viel Zeit, die verschobenen Teile wieder in die ursprüngliche Position zu bringen. Nimmt man sich nicht die Zeit dafür, sieht es aus wie in demjenigen Abschnitt des ersten Videos, in dem sich die Drahtfigur das “Fernglas” vor die Augen hält.
Feststellen mussten wir weiterhin, dass es alles andere als leicht ist, Bewegungen flüssig und natürlich darzustellen. Man muss nicht nur alle relevanten Körperteile bewegen, sondern auch die Abstände im Vergleich zur letzten Aufnahme berücksichtigen. Umso schwieriger wird es dann, wenn zusätzlich noch die Mimik der Figuren animiert werden soll.

Fazit: Wir müssen weiter üben, üben und nochmals üben!!!

breaker

Feb 22 2007

Die Schöpfer der Wüste

Franziska | Set-Design » Pre-Produktion | 4 Kommentare

Die Arbeit geht weiter und weiter. Nach den ersten Tagen angestrengter Arbeit können wir stolz auf das schauen, was wir schon erreicht haben. Die Grundplatte für das Set ist nun mit einer festen Schicht aus gefärbtem Sand und Holzleim bedeckt, wir haben viele verschiedene Felswände für den Hintergrund fertig(allesamt handgeschnitzt) und es werden auch immer mehr Kakteen und Felsen produziert (dabei fällt leider auch so viel Müll an).

Ganz ohne Verletzungen geht das ganze nicht vonstatten. Ich persönlich kann eine Menge kleinerer Schnittwunden an den Händen aufweisen, kleine Abrutscher mit dem Cutter und der Handsäge. Aber natürlich haben wir an alles gedacht und deshalb liegen in unserem Raum immer Desinfektionsmittel und Pflaster bereit. Andererseits bin ich auch stolz darauf, das gelungene Ergebnis der Arbeit zu sehen (und immerhin habe ich den Titel des “Oberfelswebels” bekommen :).

Daniel und Marco haben dafür gesorgt, dass alles gut dokumentiert wird, soll heißen, der erste Teil des Making Of ist per Kamera festgehalten. Einmal sieht man uns, wie wir geschäftig das tolle Sand-Leim-Gemisch auf unsere Styrodurgrundplatte streichen (das beste Handpeeling, das man kriegen kann), weiterhin sieht man, wie ich einen Teil der Felswand einfärbe.

Heute haben Daniel und Marco auch schon fleißig probeanimiert. Wir müssen langsam schauen, wie wir es schaffen, die Bewegungen der Figuren flüssig aussehen zu lassen. Die ersten Aufnahmen von den bewegten Drahtskeletten sahen aber nicht schlecht aus und deshalb bleiben wir optimistisch.

Wer einige unserer Ergebnisse sehen möchte, kann natürlich immer in unserer Galerie schauen. Gerade in der jetzigen Phase wird sie regelmäßig aktualisiert, weil wir immer weiter vorankommen.

breaker

Feb 14 2007

Und es kann beginnen …

Franziska | Set-Design » Pre-Produktion | 5 Kommentare

Wie Marco es umschreibt, “können wir ab jetzt die ersten Erfolgserlebnisse spüren”. Wir haben unseren Drehraum vollständig bezogen, das heißt wir haben in den vergangenen drei Tagen geplantes Chaos geschaffen. Styrodurplatten, Scheinwerfer, Bluescreen, Werkzeuge, Draht, Tische, Stühle, Beamer, Laptops, Farbe, Kabel kreuz und quer, alles hat seinen Platz gefunden.

Ganz perfekt läuft natürlich nicht alles ab. Wir probieren viele Dinge aus (Styrodur bearbeiten - Oh nein, jetzt haben wir alle elektrisch geladene Krümel am Körper! Das darf nicht in die Knete kommen.), wir entdecken nach und nach, was noch organisiert werden muss, wir versuchen anfallende Probleme zu lösen. Leider besteht unser Team zur Zeit nur aus fünf Personen, weil immerhin auch Semesterferien sind. Irgendwann will jeder mal verreisen oder nach Hause fahren. Aber zum Glück hatten wir schon im Voraus geplant, dass sich die Leute während des Drehzeitraumes abwechseln werden.

Wir sind zuversichtlich, denn immerhin steht die Grundplatte für das Set schon und die ersten Felsen für die Landschaft sind auch bereits geschnitzt und wunderbar coloriert. Das Storyboard hängt an der Wand, einige Drahtskelette für die Hunde im Hintergrund liegen fertig auf den Arbeitstischen und die ersten Versuche mit der Kamera sind gelungen.

Volle Kraft voraus!

breaker

Feb 10 2007

Viele Muffins und langes Diskutieren

Franziska | Organisation » Pre-Produktion | 0 Kommentare

Nachdem feststeht, dass wir für die Semesterferien einen Raum bekommen, in dem wir arbeiten können, geht es an die letzten Trockenübungen und -planungen. Was muss noch organisiert werden? Wie und wo bekommen wir die Materialien am günstigsten her? Und so weiter.

Damit wir uns endlich in die praktische Arbeit stürzen können, haben wir nochmal einen Kuchenbasar veranstaltet, um Materialiengeld einzusammeln. Der Kuchen und die Muffins waren echt lecker (wir haben uns dem Selbsttest natürlich unterzogen). Gruß auch dem Muffinkönig, der uns als gutes Omen den Weg in die Zukunft weist.

Letztendlich müssen wir in der Gruppe nun noch ausführlich diskutieren, wie genau sich die Dreharbeiten gestalten werden. Struktur aufzubauen, das versuchen wir. Fragen, die sich da ergeben sind: Welche Szene wird aus welcher Perspektive gedreht? Welche Probleme könnten sich ergeben? Was müssen wir wahrscheinlich umwerfen und was fällt uns in unseren kreativen Phasen Neues ein?

Zwischendrin erheitern wir uns die Planung mit Schattenspielen im Beamerlicht und versuchen auf diesem Wege die Hunde vorab zum Leben zu erwecken. Dann kann es ja voller Elan losgehen!

breaker

«Vorherige Einträge