Zu viel Licht
| Set-Design » Produktion » Pre-Produktion | 2 KommentareManchmal hat man es schon nicht leicht: „Mehr Licht „ verlangte Goethe auf seinem Sterbebett. Getreu dem Motto „der eine hat‘s der andere nicht“ haben wir in unserem Drehraum genau mit dem Gegenteil zu kämpfen.
Dank professionell geweißelter Wände reicht schon ein kleiner Scheinwerfer den Raum zum Strahlen zu bringen – was wir verständlicherweise nicht wollen. Die Lichtreflexionen der Wände und gerade auch der Decke erschweren die Ausleuchtung des Sets gewaltig.
Für kleine Räume ist es also wichtig, eine möglichst dunkle Wand- und Deckenfarbe zu wählen. Wer wie wir allerdings nur einen Raum gemietet hat, kann nicht einfach so anfangen zu streichen. Hier bleibt nur die Möglichkeit Wand und Decke abzuhängen. Dank unserem patentierten Scheinwerfergestell gestaltet sich das an unserem Set recht einfach.
An den Seiten und auf dem Gestell haben wir Stoffbahnen befestigt, die Lichtreflexionen verhindert. Dank dieser recht einfachen Methode können wir unser Set nun perfekt ausleuchten.

Die Schöpfer der Wüste
| Set-Design » Pre-Produktion | 4 KommentareDie Arbeit geht weiter und weiter. Nach den ersten Tagen angestrengter Arbeit können wir stolz auf das schauen, was wir schon erreicht haben. Die Grundplatte für das Set ist nun mit einer festen Schicht aus gefärbtem Sand und Holzleim bedeckt, wir haben viele verschiedene Felswände für den Hintergrund fertig(allesamt handgeschnitzt) und es werden auch immer mehr Kakteen und Felsen produziert (dabei fällt leider auch so viel Müll an).
Ganz ohne Verletzungen geht das ganze nicht vonstatten. Ich persönlich kann eine Menge kleinerer Schnittwunden an den Händen aufweisen, kleine Abrutscher mit dem Cutter und der Handsäge. Aber natürlich haben wir an alles gedacht und deshalb liegen in unserem Raum immer Desinfektionsmittel und Pflaster bereit. Andererseits bin ich auch stolz darauf, das gelungene Ergebnis der Arbeit zu sehen (und immerhin habe ich den Titel des “Oberfelswebels” bekommen :).
Daniel und Marco haben dafür gesorgt, dass alles gut dokumentiert wird, soll heißen, der erste Teil des Making Of ist per Kamera festgehalten. Einmal sieht man uns, wie wir geschäftig das tolle Sand-Leim-Gemisch auf unsere Styrodurgrundplatte streichen (das beste Handpeeling, das man kriegen kann), weiterhin sieht man, wie ich einen Teil der Felswand einfärbe.
Heute haben Daniel und Marco auch schon fleißig probeanimiert. Wir müssen langsam schauen, wie wir es schaffen, die Bewegungen der Figuren flüssig aussehen zu lassen. Die ersten Aufnahmen von den bewegten Drahtskeletten sahen aber nicht schlecht aus und deshalb bleiben wir optimistisch.
Wer einige unserer Ergebnisse sehen möchte, kann natürlich immer in unserer Galerie schauen. Gerade in der jetzigen Phase wird sie regelmäßig aktualisiert, weil wir immer weiter vorankommen.

Und es kann beginnen …
| Set-Design » Pre-Produktion | 5 KommentareWie Marco es umschreibt, “können wir ab jetzt die ersten Erfolgserlebnisse spüren”. Wir haben unseren Drehraum vollständig bezogen, das heißt wir haben in den vergangenen drei Tagen geplantes Chaos geschaffen. Styrodurplatten, Scheinwerfer, Bluescreen, Werkzeuge, Draht, Tische, Stühle, Beamer, Laptops, Farbe, Kabel kreuz und quer, alles hat seinen Platz gefunden.

Ganz perfekt läuft natürlich nicht alles ab. Wir probieren viele Dinge aus (Styrodur bearbeiten - Oh nein, jetzt haben wir alle elektrisch geladene Krümel am Körper! Das darf nicht in die Knete kommen.), wir entdecken nach und nach, was noch organisiert werden muss, wir versuchen anfallende Probleme zu lösen. Leider besteht unser Team zur Zeit nur aus fünf Personen, weil immerhin auch Semesterferien sind. Irgendwann will jeder mal verreisen oder nach Hause fahren. Aber zum Glück hatten wir schon im Voraus geplant, dass sich die Leute während des Drehzeitraumes abwechseln werden.
Wir sind zuversichtlich, denn immerhin steht die Grundplatte für das Set schon und die ersten Felsen für die Landschaft sind auch bereits geschnitzt und wunderbar coloriert. Das Storyboard hängt an der Wand, einige Drahtskelette für die Hunde im Hintergrund liegen fertig auf den Arbeitstischen und die ersten Versuche mit der Kamera sind gelungen.
Volle Kraft voraus!

Die Suche nach dem Filmtitel
| Set-Design » Pre-Produktion » Ankündigung | 0 KommentareDie letzte Sitzung vor den Weihnachtsferien wollten wir mit der Suche nach einem Filmtitel und dem Charakterdesign verbringen. Zuvor jedoch stellte uns Marco das Setdesign vor, dass einige Tage zuvor von ein paar fleißigen Trickfilmern entwickelt wurde.
Ganz im Sinne der Medienpädagogik begannen wir unsere Suche nach einem geeigneten Titel für unseren Trickfilm mit einem Brainstorming. Dabei kam gleichmal allerhand lustiges und weniger lustiges aus den Filmemachern hervor. Von “Kojotenattacke” über “Hinten ohne” und ganz banal “Der Arschlochklau” war so ziemlich alles dabei.
Bis wir auf den glorreichen Gedanken kamen, die Titel alter Westernklassiker herzunehmen und unserem Film anzupassen. Heraus kamen so schöne Dinge wie “My name is Pobody” und “Spiel mir das Lied vom Po (alternativ vom Kot…)” oder auch “Die Rechte und die Linke Backe des Kojoten”. Heraus kam jedoch: tatatataaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa:
PONANZA!
Die MItarbeiter unseres kleinen Filmteams gaben sich begeistert und waren sofort Feuer und Flamme. Die studentischen Gehirne begannen so schnell wie nie zuvor zu arbeiten und spuckten nur noch nette Ideen zur Umsetzung des Titels hervor.
So wurde (in den Köpfen) schnell das Plakat gestaltet, die Anfangsszene umgearbeitet und der Soundtrack an alte Klassiker angepasst. Außerdem haben wir uns zu einem weiteren Kuchenverkauf entschlossen, allerdings mit Donuts und Bagels…und noch einige weitere Ideen wurden in den Raum geworfen, die wir der Spannung wegen an dieser Stelle noch nicht weiter verbreiten müssen (ich habe sie an einem sicheren Ort in meinem Block verwahrt…).

Wie man einen Canyon gestaltet
| Set-Design » Pre-Produktion | 0 KommentareDer Trickfilm nimmt immer mehr Gestalt an, jedenfalls in unseren Köpfen. Letzten Samstag trafen Marco, Sebastian und ich uns, um über das Aussehen des Settings zu diskutieren. Ganz gewissenhaft hatten im Vorfeld Internetrecherche betrieben und wussten ungefähr, was wir als Landschaft wollten. Ein Canyon muss es sein mit schöner rötlicher Farbgebung, vielleicht einem kleinen Fluss und tollen Felsformationen.
Sieht in der Theorie alles super aus, haben wir uns gedacht, aber kann man das auch umsetzen? Und so haben wir uns die Arbeit gemacht und einen kleinen Canyon geknetet. Hier eine Wölbung, da eine natürliche Felsbrücke, noch ein Miniaturhund, jede Menge Ideen. Letztendlich war der Canyon fertig. Gut, die Größenverhältnisse stimmen noch nicht ganz, aber das ist doch das kleinste Problem. Lassen wir uns überraschen, wie es weiter geht.








