Die Technik hinter Ponanza - Teil 1
| Produktion | 2 KommentareUm auch mal einen Einblick in die technischen Aspekte unseres Trickfilms zu geben, werden wir in diesem Blog auch über das Equipment und die Software berichten, die wir benutzen.
Die Kamera(s)
Für die Aufnahme unseres Films verwenden wir eine digitale Spiegelreflex-Kamera, die Canon EOS 350 D. Die Bilder nehmen wir in der höchsten Auflösung von 6 Megapixeln auf. Dadurch haben wir später noch die Möglichkeit den genauen Bildausschnitt zu verändern oder Kamerafahrten und Zooms zu simulieren. Ausserdem haben wir durch die hohe Auflösung auch die Option den Film später auf 35mm-Film ausbelichten zu lassen. Per USB-Kabel ist die Kamera mit einem PC verbunden. Mit Hilfe einer speziellen Software ist es möglich die Kamera vom PC aus fernzusteuern, z.B. den Auslöser zu betätigen oder die Blende zu verändern. So wird verhindert, dass sich die Kamera beim Drücken des Auslöseknopfs bewegt, da sonst Wackler im Film entstehen könnten.
Zusätzlich zu der Spiegelreflex-Kamera verwenden wir eine Webcam. Diese ist ebenfalls per USB an einen PC angeschlossen auf dem die Trickfilmsoftware „Stop Motion Pro“ läuft. Dieses Programm erlaubt es, die aufgenommenen Bilder als Film anzuzeigen und so die Animation zu testen. Ausserdem ist es mit dem Programm möglich das zuletzt aufgenommene Bild mit dem Livebild der Webcam zu vergleichen. Dadurch sieht man, wie viel die Puppen bewegt wurden und kann ihre Position gegebenenfalls nochmal ausbessern. Falls mal was ganz schlimmes passiert, zum Beispiel eine Figur umkippt, kann man mit Hilfe dieser Funktion oft noch die Szene retten indem man alles möglichst genau wieder zurechtrückt.
Die Bilder von der Spiegelreflex-Kamera werden später mit Adobe Premiere zu einem Video zusammengefügt.

Hilfreiche Drahtspende
| Produktion | 0 KommentareDank der freundlichen Unterstützung des Drahtwerk Elisental haben wir genug Aludraht um die Armaturen unserer Puppen zu bauen.
Eine Armatur ist eine Art Skelett für die Figur, daß die Knete von innen stützt. Dabei muss man darauf achten, daß die Armatur fest genug ist um die Knetfigur in allen möglichen Posen halten zu können, aber biegbar genug um die Figur beim Animieren verformen zu können. Die Teile der Armatur die unbeweglich bleiben sollen, z.B. die Hüfte, werden mit Zwei-Komponenten-Epoxyd, wie z.B. Pattex Powerknete modelliert.

Die Schöpfer der Wüste
| Set-Design » Pre-Produktion | 4 KommentareDie Arbeit geht weiter und weiter. Nach den ersten Tagen angestrengter Arbeit können wir stolz auf das schauen, was wir schon erreicht haben. Die Grundplatte für das Set ist nun mit einer festen Schicht aus gefärbtem Sand und Holzleim bedeckt, wir haben viele verschiedene Felswände für den Hintergrund fertig(allesamt handgeschnitzt) und es werden auch immer mehr Kakteen und Felsen produziert (dabei fällt leider auch so viel Müll an).
Ganz ohne Verletzungen geht das ganze nicht vonstatten. Ich persönlich kann eine Menge kleinerer Schnittwunden an den Händen aufweisen, kleine Abrutscher mit dem Cutter und der Handsäge. Aber natürlich haben wir an alles gedacht und deshalb liegen in unserem Raum immer Desinfektionsmittel und Pflaster bereit. Andererseits bin ich auch stolz darauf, das gelungene Ergebnis der Arbeit zu sehen (und immerhin habe ich den Titel des “Oberfelswebels” bekommen :).
Daniel und Marco haben dafür gesorgt, dass alles gut dokumentiert wird, soll heißen, der erste Teil des Making Of ist per Kamera festgehalten. Einmal sieht man uns, wie wir geschäftig das tolle Sand-Leim-Gemisch auf unsere Styrodurgrundplatte streichen (das beste Handpeeling, das man kriegen kann), weiterhin sieht man, wie ich einen Teil der Felswand einfärbe.
Heute haben Daniel und Marco auch schon fleißig probeanimiert. Wir müssen langsam schauen, wie wir es schaffen, die Bewegungen der Figuren flüssig aussehen zu lassen. Die ersten Aufnahmen von den bewegten Drahtskeletten sahen aber nicht schlecht aus und deshalb bleiben wir optimistisch.
Wer einige unserer Ergebnisse sehen möchte, kann natürlich immer in unserer Galerie schauen. Gerade in der jetzigen Phase wird sie regelmäßig aktualisiert, weil wir immer weiter vorankommen.

Und es kann beginnen …
| Set-Design » Pre-Produktion | 5 KommentareWie Marco es umschreibt, “können wir ab jetzt die ersten Erfolgserlebnisse spüren”. Wir haben unseren Drehraum vollständig bezogen, das heißt wir haben in den vergangenen drei Tagen geplantes Chaos geschaffen. Styrodurplatten, Scheinwerfer, Bluescreen, Werkzeuge, Draht, Tische, Stühle, Beamer, Laptops, Farbe, Kabel kreuz und quer, alles hat seinen Platz gefunden.

Ganz perfekt läuft natürlich nicht alles ab. Wir probieren viele Dinge aus (Styrodur bearbeiten - Oh nein, jetzt haben wir alle elektrisch geladene Krümel am Körper! Das darf nicht in die Knete kommen.), wir entdecken nach und nach, was noch organisiert werden muss, wir versuchen anfallende Probleme zu lösen. Leider besteht unser Team zur Zeit nur aus fünf Personen, weil immerhin auch Semesterferien sind. Irgendwann will jeder mal verreisen oder nach Hause fahren. Aber zum Glück hatten wir schon im Voraus geplant, dass sich die Leute während des Drehzeitraumes abwechseln werden.
Wir sind zuversichtlich, denn immerhin steht die Grundplatte für das Set schon und die ersten Felsen für die Landschaft sind auch bereits geschnitzt und wunderbar coloriert. Das Storyboard hängt an der Wand, einige Drahtskelette für die Hunde im Hintergrund liegen fertig auf den Arbeitstischen und die ersten Versuche mit der Kamera sind gelungen.
Volle Kraft voraus!

Viele Muffins und langes Diskutieren
| Organisation » Pre-Produktion | 0 KommentareNachdem feststeht, dass wir für die Semesterferien einen Raum bekommen, in dem wir arbeiten können, geht es an die letzten Trockenübungen und -planungen. Was muss noch organisiert werden? Wie und wo bekommen wir die Materialien am günstigsten her? Und so weiter.
Damit wir uns endlich in die praktische Arbeit stürzen können, haben wir nochmal einen Kuchenbasar veranstaltet, um Materialiengeld einzusammeln. Der Kuchen und die Muffins waren echt lecker (wir haben uns dem Selbsttest natürlich unterzogen). Gruß auch dem Muffinkönig, der uns als gutes Omen den Weg in die Zukunft weist.

Letztendlich müssen wir in der Gruppe nun noch ausführlich diskutieren, wie genau sich die Dreharbeiten gestalten werden. Struktur aufzubauen, das versuchen wir. Fragen, die sich da ergeben sind: Welche Szene wird aus welcher Perspektive gedreht? Welche Probleme könnten sich ergeben? Was müssen wir wahrscheinlich umwerfen und was fällt uns in unseren kreativen Phasen Neues ein?
Zwischendrin erheitern wir uns die Planung mit Schattenspielen im Beamerlicht und versuchen auf diesem Wege die Hunde vorab zum Leben zu erwecken. Dann kann es ja voller Elan losgehen!









