Aug 17 2007

Murphy’s Gesetz

Marco | Produktion | 0 Kommentare

Scheinbar ist diese Woche geprägt von Murphy’s Gesetz : “Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen”.

Während der Großteil unseres Teams Bachelorarbeiten schreiben muss und deshalb wenig Zeit für den Trickfilmdreh hat, passieren ausgerechnet jetzt die größten Mißgeschicke. Als erstes brannte uns gestern der dritte Baustrahler durch. Dann fiel mitten beim Dreh die Spiegelreflex-Kamera aus, was durch aus- und wieder einschalten zuerst kein Problem schien. Leider stellten wir erst nach dem Dreh fest, daß dadurch eins der Bilder zerstört worden war. Den Rest des Nachmittags versuchten wir dann, mithilfe von Stop Motion Pro dieses Bild zu rekonstruieren, was leider nicht 100% gelang.

Heute passierte dann ein noch größerer Unfall: Beim bewegen eines der Kojoten-Augen brach ein Stück der Glasperle ab. Gottseidank stehen erstmal ein paar weitere Szenen mit Fernglas an, so daß das Auge nicht sichtbar ist und die Reperatur nicht sofort stattfinden muss.

Immerhin haben wir trotz der Pannen in den letzten Tagen weitere 6 Sekunden animiert. Nicht besonders viel, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. ;)

breaker

Aug 15 2007

Erste Ergebnisse

Marco | Produktion | 4 Kommentare

Sonntag haben wir endlich die ersten Frames für den Film geschossen. Nach sonntäglichem Spätaufstehen und einer Vorbesprechung blieben nur ungefähr 3 Stunden für die Dreharbeiten. Ganze 36 Frames, also 3 Sekunden, sind dabei rausgekommen. Naja, mit ein bisschen Übung kann man das hoffentlich noch auf 2-5 Sekunden pro Stunde erhöhen.

Dabei gab es jede Menge Pannen und Erkenntnisse:

  • Zuerst sind uns zwei 500Watt-Baulampen durchgebrannt. Obwohl sie fast unbenutzt waren hat die Lagerung von mehreren Jahren scheinbar die Lebensdauer stark verkürzt.
  • Die Bilder sehen auf jedem unserer Monitore anders aus, doch ohne Referenz ist eine Kalibrierung schwierig. Hier würde uns ein Kalibrierungsgerät helfen, vielleicht kann man ja irgendwo eins leihen.
  • Trotz Befestigung hat einer der Felsen bei Berührung gewackelt. Wir haben ihn aber wieder in seine Ursprungsposition zurückbewegt, also kann man die Bewegung im Film hoffentlich nicht sehen.
  • Die Webcam hatte einen anderen Winkel und Bildausschnitt als unsere Spiegelreflex-Kamera. Bei den nächsten Einstellungen müssen wir das optimieren, um die Animation zu erleichtern.
  • Zu guter Letzt sind die Gelenke der Kojoten-Puppe teilweise locker. Dadurch leidet die Präzision der Posierbarkeit und man braucht für jede Veränderung mehrere Versuche. Vors erste können wir das aber leider nicht reparieren.

Hier mal ein Bild für den ersten Eindruck (der Hintergrund ist nur ein Beispiel für die Stimmung):

breaker

Aug 11 2007

Zu viel Licht

Sebastian | Set-Design » Produktion » Pre-Produktion | 2 Kommentare

Manchmal hat man es schon nicht leicht: „Mehr Licht „ verlangte Goethe auf seinem Sterbebett. Getreu dem Motto „der eine hat‘s der andere nicht“ haben wir in unserem Drehraum genau mit dem Gegenteil zu kämpfen.

Dank professionell geweißelter Wände reicht schon ein kleiner Scheinwerfer den Raum zum Strahlen zu bringen – was wir verständlicherweise nicht wollen. Die Lichtreflexionen der Wände und gerade auch der Decke erschweren die Ausleuchtung des Sets gewaltig.

Für kleine Räume ist es also wichtig, eine möglichst dunkle Wand- und Deckenfarbe zu wählen. Wer wie wir allerdings nur einen Raum gemietet hat, kann nicht einfach so anfangen zu streichen. Hier bleibt nur die Möglichkeit Wand und Decke abzuhängen. Dank unserem patentierten Scheinwerfergestell gestaltet sich das an unserem Set recht einfach.

An den Seiten und auf dem Gestell haben wir Stoffbahnen befestigt, die Lichtreflexionen verhindert. Dank dieser recht einfachen Methode können wir unser Set nun perfekt ausleuchten.

breaker