Coyote’s got a brand new bag!
| Pre-Produktion | 3 KommentareEs ist braun, rund, und in der Regel ist man nur am Inhalt interessiert. Was ist es?
Ein Sack natürlich. Ein Sack der Marke “Weihnachtsmann”, um genau zu sein. Denn wie der Mann mit dem rotem Mantel soll unser Kojote etwas mit sich herumschleppen, was andere gerne haben würden. Während der Rauschebartträger aber zu jedem x-beliebigen Jutesack greifen kann, standen wir vor dem gleichen Problem wie bei allen anderen Requisiten: unsere Figuren sind nur ca. 20 cm groß. Wir benötigen daher einen Miniatursack, der dann in der Großaufnahme aussieht wie ein großer.
Da wir nirgends einen solchen Sack mit passender Größe, Stoffstruktur und Festigkeit auftreiben konnten, musste einer gebastelt werden. Am Ende einer ausgiebigen Suche nach dem richtigen Stoff - besonders im gewaltigen Fundus meiner Großmutter - wählten wir eine simple Stofftasche, wie sie im Supermarkt an der Kasse zu bekommen ist. Die Struktur des Materials war ideal, nur die Farbe noch nicht. Wir mussten die Tasche also einfärben. Die Idee meiner Großmutter, dafür Kaffee (!) zu verwenden, war einfach nur genial: der Stoff bekam die richtige Farbe und sieht jetzt dank dieser Methode schön alt und benutzt aus!
Nun musste der Sack nur noch genäht werden. Da unsere Talente nun doch an anderen Stellen liegen *hüstel*, überließen wir diese Aufgabe meinem Großvater, der früher bei einem namhaften DEUTschen TaschenherstellER gearbeitet hat. Wie er eindrucksvoll beweisen konnte, hat er seit damals nichts verlernt…:
Im ersten Arbeitsschritt werden Grundfläche (Boden) und Mantel des zylindrischen Sacks auf den Stoff gezeichnet und ausgeschnitten.
Dann wird am oberen Rand des noch rechteckigen Mantels ein Saum genäht und die rechte und die linke Seite miteinander vernäht, um eine “Röhre” zu erhalten.
Um sicher zu gehen, dass Boden und “Röhre” beim Vernähen nicht zueinander verrutschen, greift mein Opa zu einem kleinen Trick: er faltet beide Teile jeweils zwei Mal bei der Hälfte und schneidet kleine Ecken in den Stoff, so dass jedes Viertel des Kreises markiert ist.
Mein Opa legt nun “Röhre” und Boden sorgfältig an den Markierungen aufeinander und näht sie zusammen.
Nun muss nur noch der Sack umgestülpt werden, so dass die Nähte nur noch von innen zu sehen sind. Fertig!
Ich bezweifle, dass wir das alleine jemals so gut hingekriegt hätten… Also, Oma und Opa, nochmals vielen Dank!













